Praxis für Ernährungsberatung Ilona Sassenberg
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Allergien gegen Lebensmittel und ihre Inhaltsstoffe

Unter einer Lebensmittelallergie versteht man eine immunologisch vermittelte Abwehrreaktion des Körpers auf kleine Eiweißbausteine(Allergene) in Lebensmitteln.

 

Bei einer allergischen Reaktion reagiert der Körper nicht beim ersten Kontakt mit dem beschwerdeverursachenden Lebensmittel. Als erstes erfolgt die Sensibilisierung, bei der der Körper spezifische Antikörper (IgE) auf Lebensmittel bildet. Der Auslöser für die Reaktion ist nicht das ganze Lebensmittel, sondern die darin vorkommende Eiweißkomponente, das sogenannte Allergen.

 

Nach der Sensibilisierung kann beim nächsten oder mehrmaligen Verzehr des allergieauslösenden Lebensmittels eine erneute Immunreaktion stattfinden. Die Eiweißkomponente des Lebensmittels verbindet sich mit dem IgE-Antikörpern zu einem Allergen-Antikörper-Komplex. Der Körper schüttet Botenstoffe aus (Histamin) und diese Ausschüttung führt zur Reaktionen der Haut, Atemwege oder dem Magen-Darm-Trakt. Die allergischen Symptome treten wenige Minuten bis zu zwei Stunden nach Verzehr des betreffenden Nahrungsmittels auf (Sofortreaktionen).

 

Die spezifischen Antikörper (IgE) können im Blut nachgewiesen werden.

Auslöser und Beschwerden:

 

Viele Lebensmittel können eine Allergie auslösen. Ob und wie stark ein Lebensmittel als Allergen wirkt, ist individuell sehr unterschiedlich und auch vom Lebensalter abhängig.

Auch Pollen können einen Allergieauslöser darstellen. Es entstehen sogenannte Kreuzallergien, bei denen es zusätzlich zur Pollenallergie zu einer Reaktion auf Nahrungsmittel kommt.

 

Die Beschwerden bei Nahrungsmittelallergien sind vielseitig und sehr individuell:

  • Reaktionen der Haut und Schleimhaut (Juckreiz, Schwellungen, Nesselausschlag, Quaddeln, Neurodermitis oder Ekzemen)
  • Beschwerden im Hals-Nasen-Ohren-Bereich (Husten, Asthma, Niesattaken, Fließschnupfen)
  • Magen-Darm-Beschwerden (Blähungen, Durchfall, Krämpfe, Koliken)
  • bis hin zum anaphylaktischen Schock

 

Kennzeichnung von Allergenen:


Die vierzehn häufigsten Allergieauslöser müssen bei verpackten Lebensmitteln im Zutatenverzeichnis immer angegeben werden.

 

  • Glutenhaltiges Getreide
  • Krebstiere (Garnelen, Krabben, Hummer) und Krebstiererzeugnisse 
  • Weichtiere (Tintenfische, Schnecken, Muscheln) und Weichtiererzeugnisse
  • Eier und Eiererzeugnisse
  • Fisch und Fischerzeugnisse
  • Erdnüsse und Erdnusserzeugnisse
  • Soja und Sojaerzeugnisse
  • Lupine und Lupinerzeugnisse
  • Milch und Milcherzeugnisse
  • Schalenfrüchte (Cashwekerne, Haselnuss, Macadamianuss, Mandel, Paranuss, Pecanuss, Pistazie und Walnuss)
  • Sellerie und Sellerieerzeugnisse
  • Senf und Senferzeugnisse
  • Sesamsamen und Sesamsamenerzeugnisse 
  • Schwefeldioxid und Sulfite

 

Wurde von einem Facharzt eine Lebensmittelallergie diagnostiziert muss das Allergen in der Ernährung komplett gemieden werden. Jedoch sollte auf eine ausgewogene und alltagstaugliche Ernährung geachtet werden!

 

 

Die Beschwerden fallen oftmals sehr unterschiedlich und individuell aus. Wir helfen Ihnen gerne dabei, eine auf ihre Bedürfnisse und ihre Lebensumstände passende Ernährung zu gestalten.

 

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Unterschied zur Lebensmittelunverträglichkeit:


Neben den echten Nahrungsmittelallergien, die eine Abwehrreaktion des Immunsystems auslösen, gibt es Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten, die zu unerwünschten Reaktionen nach dem Verzehr von Lebensmitteln führen, jedoch handelt es sich hier nicht um eine Reaktion des Immunsystems. Daher werden bei Unverträglichkeiten auch keine IgE-Antikörper gebildet. Dies bedeutet für die Patienten von Nahrungsmittelunverträglichkeiten, dass sie die Auslöser der Beschwerden nicht strikt meiden müssen, sondern die individuell verträgliche Menge der Lebensmittel ermittelt werden muss.

 

Quellen: Aid: Allergisch auf Essen?
             F.E.T. e.V.

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